Siberian Husky

Unter den Schlittenhunden zählt der Siberian Husky zu der beliebtesten Rasse. Abgesehen von seiner hervorragenden Eignung als Rennhund auf den europäischen Pisten ist sein attraktives Aussehen oft Grund für den Wunsch, einen solchen Hund zu besitzen. Der Farbkontrast seines Fells, die schrägen, lausbubenhaften Augen, in den ungewöhnlichen Farbvarianten blau, braun oder marmoriert, lassen diesen Hund als etwas Besonderes erscheinen. Der Siberian Husky ist eine durchweg freundliche Rasse, die ohne Aggressionen dem Menschen gegenüber geboren wird. In seinem durch Selektion unter extremen Umweltbedingungen bei höchsten Anforderungen erworbenen Wesen ist der Siberian Husky immer noch ein Zug- und Arbeitshund. Der Drang zum Laufen und Erobern, sein starker Jagdtrieb und seine Unabhängigkeit lassen ihn keinen bequemen Begleiter sein.

Um 1909 in Alaska an dem "All Alaska Sweepstake"-Rennen teilzunehmen, hatte der russische Pelzhändler Goosak diese Hunde aus Sibirien mitgebracht. Im Verhältnis zu den einheimischen Schlittenhunden in Alaska wirkten die Siberian Huskies klein und forderten den Spott der Bewohner heraus, die sie als "sibirische Ratte" bezeichneten. Goosaks Gespann belegte wider Erwarten den dritten Rang. Damit begann der Siegeszug dieser verhältnismässig zierlichen, robusten Hunde. lm Jahre 1910 krönte John Johnson das Image dieser Rasse, als er den Rekord bei den Sweepstakes aufstellte, der erst 1983 gebrochen werden konnte! Mit Siegen in den Rennen von 1915, 1916, und 1917 setzte Leonard Seppala den Triumphzug des Siberian Husky fort.

Im Januar 1925 hielt die Welt den Atem an, als in der Stadt Nome in Alaska eine Diphtherie-Epidemie ausgebrochen war und kein geeignetes Serum in dieser von Schneemassen verschütteten Stadt zur Verfügung stand. Erst durch Aufrufe über Rundfunk und Presse gelang es, in Amerika eine genügende Menge des Impfstoffes zusammenzutragen. Am 26.1.1925 traf das von dem amerikanischen Gesundheitsamt auf den Weg geschickte Serumpaket, das knapp zehn Kilogramm wog, auf der Bahnstation in Nenana ein. Von dort bis nach Nome aber gab es weder Strassen noch Zugverbindungen. Mehr als 1000 Kilometer mussten mit Hundeschlitten zurückgelegt werden. Die Welt nahm an diesem Wettlauf gegen den Tod an den Rundfunkempfängern teil.

Mehrere Männer und ihre Schlittenhunde machten das Unmögliche möglich. Für über 1000 Kilometer hatten sie mit ihren Hundeschlitten nur 128 Stunden gebraucht und damit 127 Menschenleben gerettet. Man muss sich vor Augen führen, dass der Postschlitten, der die Strecke von Nenana nach Nome regelmässig fuhr, etwa drei Wochen lang unterwegs war. Welchen Strapazen diese Männer während der schweren Schneestürme und arktischen Kälte gemeinsam mit ihren Hunden trotzten, ist für uns unvorstellbar.

 

Noch heute findet zur Erinnerung an diese Tat regelmässig ein Schlittenhundrennen (Iditarod Trail Sled Dog Race) auf der 1820 Kilometer langen Strecke von Anchorage nach Nome statt.

1930 wurde der erste Standard des Siberian Husky festgelegt und die Rasse vom American Kennel Club (AKC) anerkannt. Die ersten im AKC registrierten Siberians wurden Anfang der 30er Jahre im Northern Light Kennel von Julien A. Hurley in Fairbanks gezüchtet.

Mitte der fünfziger Jahre kamen die ersten Importe von Siberian Huskies aus den USA nach Mitteleuropa, zuerst in die Schweiz und die Niederlanden, später dann auch nach Deutschland. Innerhalb kurzer Zeit wurden Schlittenhunderennen zu einem beliebten Sport. Die Zahl der Siberian Huskies stieg in diesem Zusammenhang sprunghaft an.

Dass der Siberian Husky nicht nur als Schlitten- und Arbeitshund seinen Einsatz findet, sondern auch als Begleit- und Familienhund eingesetzt werden kann, verdanken wir namhaften Züchtern in den USA, welche in den 60iger Jahren den Siberian Husky in zwei verschiedene Richtungen zu züchten begannen.

Zum Einen, den Siberian Husky, der sich vorzüglich als Sport- und Arbeitshund eignet, zum Anderen, den Siberian Husky, der aufgrund seines ruhigen und ausgeglichenen Wesens vorwiegend als Familien- oder Begleithund Verwendung findet.

 

         

             
             

         

             
             

         

             
             

         

             

 


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Letzte Aktualisierung: 18. August 2004